Aktuell: Regulierung von Emotionen – Einblicke in Trainings emotionaler Intelligenz und arbeitsbasierter Anwendung (2013)

*In aller Kürze:*

Der Artikel von Kathryn Thory erklärt, wie Strategien der Emotionsregulierung im Arbeitskontext erfolgreich angewendet werden können.

*Inhalt der Studie:*

Innerhalb einer qualitativen Studie wurden die Strategien der Emotionsregulierung und die arbeitsbedingte Anwendung mithilfe einer Stichprobe von Geschäftsführern und Managern aus unterschiedlichen Unternehmensbranchen ermittelt. Dabei wurde zielgerichtet die Teilnehmerperspektive, als auch die kontextbezogenen Erfahrungen während eines emotionalen Intelligenz Trainings untersucht.

Neben der Analyse der Trainingsdokumentation wurden die Daten anhand der Beobachtung von 27 Teilnehmern eines emotionalen Intelligenz Trainings (40 Stunden) und 30 Tiefeninterviews erhoben. Die Trainings mit der Schlüsselthematik Emotionsregulierung wurden von drei unabhängigen Trainingsanbietern (Bar-On; Goleman; Hybrid) durchgeführt. Während eines Trainings wurden unterschiedliche Bewusstseinsübungen und Regulierungsstrategien behandelt.

Die Strategien zur Veränderung der Wahrnehmung wurden von den Probanden als effektivste Regulationsstrategien am Arbeitsplatz eingestuft. Grundsätzlich lassen sich alle Strategien miteinander kombinieren und haben sich als sehr effizient erwiesen, um die Emotionen der Teilnehmer zu regulieren. Sie werden von den Probanden der Studie neben dem Arbeitskontext auch in zwischenmenschlichen Konfliktsituationen und zwischenmenschlichen Interaktionen, sowie bei organisationalen Veränderungen, bei Langeweile und bei Arbeitsüberlastung verwendet.

*Hinweise für die Praxis:*

  • Das Bewusstsein über eigene Emotionen muss geschaffen werden
  • Mithilfe von Ablenkungs- und Konzentrationsstrategien können Emotionen reguliert werden
  • Durch Reframing werden negative Emotionen positiviert
  • Durch Entspannungstechniken können Emotionen abgemildert werden
  • Mithilfe von Ranglisten können die eigenen Emotionen bewertet und schließlich deren situationsabhängiger Energieverbrauch bestimmt werden

 

*Quick Facts:*

Quelle: Thory, Kathryn (2013): Teaching managers to regulate their emotions better: insights from emotional intelligence training and work-based application. Human Resource Development International, 2013, Vol. 16, No. 1, 4–21.