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Erste Veröffentlichung am 27. September 2016
Autor im Evalea Blog: Michelle Lorenz

Positiven Stress erzeugen mit anspruchsvoller Arbeit – Das HRD-Eustress Modell

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Das HRD-Eustress Modell stellt den Bezug zwischen arbeitsbedingtem Stress und Umwandlung von Energie her, sodass sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für die Organisation positive Ergebnisse erzielt werden.

Das HRD-Eustress Modell beschreibt, wie arbeitsbedingter Stress in produktive Energie umgewandelt wird, wovon sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen profitieren. Dieses Modell basiert auf psychologischen Konzepten und zeigt Stressfaktoren sowie gezielte Präventivmaßnahmen zur Stressbewältigung auf. Es unterscheidet Eustress (positiven Stress) und Disstress (negativen Stress), deren Auswirkungen auf die Organisation und den Einzelnen individuell erkennbar sind.

Was ist das HRD-Eustress Modell?

Das HRD-Eustress Modell identifiziert und analysiert Stressfaktoren am Arbeitsplatz, die oft durch anspruchsvolle Aufgaben entstehen. Es zeigt auf, wie diese Faktoren sowohl herausfordernd als auch motivierend sein können, und gliedert sich in drei Modalitäten, die den Umgang mit Stress beeinflussen.

 

Stressbewältigung durch präventive Maßnahmen

Um arbeitsbedingten Stress präventiv zu managen, gibt es verschiedene Ansätze im HRD-Eustress Modell:

  1. Primäre Prävention: Diese Maßnahmen wirken direkt auf Stressfaktoren ein, bevor sie entstehen. Sie umfassen Stellenanalysen, die Erstellung klarer Anforderungsprofile und gezielte Weiterbildung, um Aufgabenkomplexität besser zu bewältigen.
  2. Sekundäre Prävention: Hier werden individuelle Reaktionen moderiert, um die persönliche Belastbarkeit zu stärken. Maßnahmen wie Coaching, Gesundheitsprogramme und flexible Zeitplanung helfen, Stress zu reduzieren und die Bewältigungsressourcen zu stärken.
  3. Tertiäre Prävention: Diese Phase zielt darauf ab, langfristige Reaktionen auf Stress zu beeinflussen. Leistungsbewertungen, monetäre Anreize und gezielte Mitarbeiteranerkennung stärken das Wohlbefinden und fördern die Resilienz.

 

Praktische Umsetzung des HRD-Eustress Modells

In der Praxis hilft das HRD-Eustress Modell dabei, negative Effekte von Stress in positive Entwicklung umzuwandeln. Beispiele sind gezielte Trainingsprogramme, die Eigenverantwortung durch individuelle Zeitpläne und regelmäßige Reflexionen, die zur Wissensbildung beitragen. Feedback und Unterstützung durch Führungskräfte schaffen eine positive Lernatmosphäre und stärken die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.

Das HRD-Eustress Modell bietet so einen ganzheitlichen Ansatz zur Stressbewältigung, der das Potenzial hat, das Arbeitsumfeld motivierender und gesünder zu gestalten.

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Quick Facts:

Quelle: Hargrove, Blake; Becker, Wendy & Hargrove, Debra (2015). The HRD Eustress Model: Generating Positive Stress With Challenging Work. Human Resource Development Review 14(3), S. 279-298.

Link zum Original: https://hrd.sagepub.com/content/14/3/279.abstract

Dieser Beitrag stammt aus der Xing Gruppe Science meets HRD

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